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Simulation: Verhaltensstrategien und Erzählverfahren im neusachlichen Roman

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Maite Katharina Hagen

Der neusachliche Roman wird auf der Grundlage soziokultureller Texte der Zehner-, Zwanziger- und Dreißigerjahre analysiert. Zentrale Werke sind Das kunstseidene Mädchen von Irmgard Keun, Erich Kästners Fabian, Martin Kessels Herrn Brechers Fiasko und Bin ich ein überflüssiger Mensch? der österreichischen Autorin Mela Hartwig. Die Leitkategorie der Simulation ermöglicht es, die vielschichtigen Überschneidungen zwischen der Literatur und dem modernen Großstadtleben aufzuzeigen. Simulation bezeichnet dabei sowohl strategisch eingeübte Verhaltensmuster als auch Erzählverfahren. Aus der Untersuchung ergibt sich, dass im neusachlichen Roman zugleich Phänomene des Alltagslebens reflektiert und Wahrnehmungsstrukturen reproduziert werden.