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Verbraucher als Kreditnehmer in Zeiten der Finanzmarktkrise

Ökonomische und rechtliche Schutzkonzeptionen in Theorie und Praxis

Ralph Berens

Die Finanzmarktkrise 2007/2008 traf weltweit fast alle Volkswirtschaften und führte zu einem so nicht erwarteten Marktversagen. Auch Deutschland blieb davon nicht verschont. Neben vielen Banken wurden auch die privaten Kreditnehmer, allen voran die Verbraucher, von der Finanzmarktkrise hart getroffen. Im Fokus der Kritik stand der Verkauf von Kreditforderungen seitens der Banken an Investoren im Wege der Verbriefung. Jenen Investoren war verständlicherweise weniger am Erhalt einer langjährigen Geschäftsbeziehung zum Kreditnehmer, denn an einer schnellen Verwertung ihrer Rechtspositionen gelegen. Dem hat der Reformgesetzgeber von 2008/2009 versucht, mit Hilfe des Risikobegrenzungsgesetzes und den daran anschließenden Vorhaben zu begegnen. Inwieweit der Reformgesetzgeber sein ambitioniertes Ziel erreicht hat, ist Gegenstand der Ausarbeitung.
Inhalt: Ursachen und Folgen der Finanzmarktkrise 2007/2008 – Schutz des Verbrauchers in seiner Eigenschaft als Kreditnehmer in Deutschland – Realprobleme in Deutschland und staatliches Krisenmanagement – Kreditvergabepraxis der Banken – Entwicklung des Konsums in Krisenzeiten – Kreditvergabepraxis als Prozesshandlung – Kontraktgüter, asymmetrische Information und Neue Institutionenökonomik – Behavioral Economics – Risikobegrenzungsgesetz von 2008 – Verbraucherkreditrichtlinie von 2008 und deren Umsetzung 2010 – Würdigung der gesetzgeberischen Aktivitäten.