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Franz Xaver Kraus (1840-1901)

Ein Leben zwischen Wissenschaft und kirchlichem Lehramt

Sonja Tophofen

Im Ringen um den Platz der Wissenschaft innerhalb der kirchlichen Lehre und eine liberale Position der Lehrenden überhaupt verkörpert F. X. Kraus ein Exempel für die Ränkespiele im 19. Jahrhundert. Er besticht dabei mit seinen kritischen Positionen in den wogenden Konflikten zwischen Syllabus errorum und Erstem Vatikanum und erweist sich seinem Umfeld mitunter als weit voraus. Die Arbeit wirft erstmals ein Licht auf seine frühen Schaffensperioden, insbesondere die ihn prägende Zeit als Frühmesser mit ihren herausragenden wissenschaftlichen Publikationen. Auf der Basis bislang zum Teil nicht gesichteter und unveröffentlichter Archivalien seines Nachlasses werden seine Standpunkte und seine Persönlichkeit herausgearbeitet, welche die Konflikte anschaulich nachempfinden lassen.