Show Less
Restricted access

Hedosynthese

Tage der Weisheit

Karl Sablik

Der neu entwickelte Begriff der Hedosynthese bezeichnet die Methode der vom individuellen Menschen ausgehenden «Neuordnung» der psychischen Kräfte (Triebe, Gefühle, Wille) unter dem Aspekt der Kumulierung der positiven psychischen Kräfte in Richtung des möglichen friedlichen Zusammenlebens. Nicht einengende Systeme, ethische oder moralische Forderungen dominieren, sondern der konkrete vom Individuum ausgehende Handlungswille und Handlungsdruck. Dies kann durch Erziehung, Selbstbeobachtung und Selbsteinsicht so gesteuert werden, dass ein aggressionsfreies Zusammenleben möglich ist, ein je neuer Lebensplan entstehen kann. Dieser Weg umfasst naturgemäß auch Religionskritik, Kritik an Nationalismus und Kapitalismus und ist allumfassend angelegt. Im Sinne eines persönlichen «Hedogramms» – für sich selber aus der Eigenerfahrung aufzubauen und festzulegen – und in Abstimmung mit dem Mitmenschen, können Frustration und Aggression beherrscht werden, notwendige Ersatzbefriedigungen flankieren diese Methode. Basis ist die Bewusstseinspsychologie: Menschsein heißt Selbst-Bewusstsein; Hirnforschungs-Resultate und «Unbewusstes» müssen erst ins Bewusstsein «gebracht» werden. Die menschliche Grundposition (samt der heutigen pessimistischen Zukunftsaussicht) ist Ausgangspunkt: der Weg durch die Bereiche Gesundheit, Arbeit, Gerechtigkeit, Erziehung, führt zur Veränderung der Menschen unter dem Aspekt der Reduktion der Aggression, erlebter Zufriedenheit, noch zielstrebigerer Wissenschaft. Die Methode der Hedosynthese ist ein Schritt in Richtung des friedlichen Zusammenlebens, oder sollte man sagen – Überlebens.

Table of contents