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Briefwechsel und Tagebücher des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau

Aus dem Nachlass des Fürsten Pückler-Muskau- Nachdruck der Ausgabe Berlin 1874

Pückler-Muskau (1785-1871), bekannt durch seine Parkanlagen - das klassische Vorbild deutscher Gartenkunst -, mehr noch durch seine mit pomphaftem Gepränge betriebenen Weltreisen, durch deren Schilderung er berühmt wurde. Von seinen zahllosen Briefen pflegte er Abschriften einzubehalten und ordnete überdies selbst seinen Nachlass zu Lebzeiten. So war es für L. Assing, die Nichte Varnhagens, verhältnismässig leicht, die vielseitige Korrespondenz in ihren bedeutsamsten Stücken zum Druck zu bringen und durch ein Register zu erschliessen. Die Briefe stellen nicht nur die Beziehungen zu so gut wie allen namhaften Zeitgenossen, vor allen Dingen Frauen wie Bettina von Arnim und Ida Gräfin Hahn-Hahn, aber auch Persönlichkeiten des politischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Lebens dar; sie enthalten auch, besonders in den Briefen an seine Frau, ein fortlaufendes Tagebuch, in dem er seine Gedanken und Erlebnisse erstaunlich offen ausspricht und darlegt. Fürst Pückler-Muskau (1785-1871) diente, nach seinem Studium in Leipzig, als sächsischer Gardeoffizier, machte die Befreiungskriege mit und lebte später auf seinem Schloss Muskau. Von seiner geliebten Gattin, der Tochter des preussischen Ministers Hardenberg, liess er sich mit ihrem Einverständnis scheiden, um womöglich eine reiche Engländerin zu heiraten und mit deren Mitgift seine kostspieligen Gartenkünste zu finanzieren, was aber nie gelang. Seine Reisen führten ihn bis nach Ägypten, dessen Pascha Mehmet Ali zu seinen Freunden zählte. Er starb auf Schloss Branitz in Preussen.