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Persien zwischen England und Russland 1918-1925

Grossmachteinflüsse und nationaler Wiederaufstieg am Beispiel des Iran

Werner Zuerrer

Der Autor verfolgt den Weg Persiens vom besetzten Land des Ersten Weltkrieges über das englische Quasiprotektorat von 1919/20 zum selbständigen Kaiserreich, das sich aller Fesseln entledigt, mit denen seine Souveränität im Zeitalter des Imperialismus eingeschränkt wurde. Er untersucht die Einflussnahme der alten Grossmächte (Deutschland und England) und der neuen Kräfte (USA, Sowjetrussland) auf diesen Emanzipationsprozess. Zugleich zeichnet er die inneren Bedingungen des Kolonialismus (Korruption, wirtschaftliche und politische Rückständigkeit) auf und beschreibt die Ablösung einer alten Dynastie durch eine moderne Militärdiktatur, wie sie für solche Entwicklungsstufen typisch ist (vgl. Kemal in der Türkei). Insgesamt dokumentiert die Studie eine Zeit des Übergangs, in der traditionelle Werte und Methoden der internationalen Beziehungen neuen Mechanismen der Machterhaltung und -vergrösserung weichen müssen.