Show Less
Restricted access

Kleists Bewusstseinskritik

Eine Untersuchung der Erzählformen seiner Novellen

Series:

Beat Beckmann

Bis heute, nachdem sich mehrere Forschergenerationen mit ihm beschäftigt haben, ist Kleist mit dem Stigma der Rätselhaftigkeit belastet. Hier wird versucht, das erzählerische Werk von konkret nachweisbaren Bedingungen biographischer und formalhistorischer Art her zu begreifen. Kleists problematisches reflektiertes Verhältnis zur Sprache wird berücksichtigt, ebenso der Umstand, dass er in einer Zeit wirkte, in der sich tiefgreifende Wandlungen des Erzählens anbahnten. Kleists Erzählungen werden grundsätzlich als Versuch begriffen, eine Innerlichkeit darzustellen, für deren Gestaltung das vorgefundene Gestaltungsmaterial nicht mehr ausreicht. An die Stelle von Innerlichkeit setzt der Autor den Begriff 'Bewusstsein'. Darunter versteht er die gesamte psychische Tätigkeit des Menschen, insbesondere auch die Formen psychischer Prozesse, die dem Menschen durchaus unbewusst sein können.
Aus dem Inhalt: Drei Hauptkapitel: Einige Paradoxien in Kleists Selbstzeugnissen - Zum Formproblem des Erzählens (Verhältnis von Erzähltheorie und Erzählpraxis) - Kleists Verfahren - Das in den Novellen dargestellte Bewusstsein.