Show Less
Restricted access

Sozialrevolutionärer Protest und konservative Gesinnung

Die Landbevölkerung des Königreichs Hannover und des Herzogtums Braunschweig in der Revolution von 1848/49

Andreas Düwel

Die Revolution von 1848/49 hatte ihre Ziele nicht erreicht. Scheiterte sie aber tatsächlich daran, daß die revolutionären Kräfte die Möglichkeiten einer politischen und sozialen Umgestaltung nicht nutzten? Diese Untersuchung richtet den Blick auf das Verhalten der Landbevölkerung in zwei deutschen Staaten und analysiert den Wandel von anfänglich sozialrevolutionärem Protest zur allmählichen Entfaltung konservativer Gesinnungen. Die zunehmend revolutionsfeindliche Stimmung auf dem Land gewann maßgeblichen Einfluß auf den Verlauf der Ereignisse. Das Schicksal der Revolution entschied sich nicht in der Frankfurter Nationalversammlung, sondern wurde von dem Erstarken der konservativen Eliten bestimmt, die in den ländlichen Gebieten Norddeutschlands einen wichtigen Rückhalt fanden.
Aus dem Inhalt: Soziale Verhältnisse und wirtschaftliche Grundlagen und Mentalitäten der Landbevölkerung - Die Revolution von 1848/49 in den ländlichen Gebieten des Königreichs Hannover und des Herzogtums Braunschweig - Die politische und soziale Orientierung der Bauern als systemstabilisierende Faktoren - Die ländlichen Unterschichten im Aufbruch - Die Gründe für das Scheitern der Revolution in Norddeutschland.