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Geschichte der Biologie

Band 3: 17. und 18. Jahrhundert

Änne Bäumer-Schleinkofer

Im dritten Band dieser Geschichte der Biologie wird ein umfassendes Bild der verschiedenen Aspekte gegeben, die für die Biologie des 17. und des 18. Jahrhunderts charakteristisch sind. Teil I ist dem 17. Jahrhundert gewidmet und behandelt die Biologie, soweit sie nicht vom Renaissance-Humanismus geprägt war. Hier werden vier unterschiedliche Gesichtspunkte untersucht: der Erkenntniszuwachs durch die Anwendung des Mikroskopes, Probleme und Streitfragen der Embryologie, das Ringen um ein System in Botanik und Zoologie vor Linné und die mechanistischen und animistischen Erklärungen von Lebenserscheinungen in der Physiologie.
Das 18. Jahrhundert wurde in die Teile II und III untergliedert: Teil II behandelt grundlegende Ideen und Methoden, wohingegen Teil III die Weiterentwicklung einzelner biologischer Spezialgebiete verfolgt. Prägend für das 18. Jahrhundert waren das Eindringen quantifizierender und experimenteller Methoden, die Physikotheologie, der Vitalismus, die Stufenleiteridee und Kants Methodologie der Biologie. Die wichtigsten Forscherpersönlichkeiten waren Buffon für die Naturgeschichte und Linné für die Klassifikation. Auf der Grundlage dieser allgemeinen Studien wird in Teil III die Entwicklung von fünf Spezialgebieten verfolgt: Die Embryologie, geprägt durch den Streit um Präformation und Epigenese, die Physiologie mit dem Übergang vom Mechanismus zum Dynamismus, die Vergleichende Anatomie mit der Begründung der Morphologie durch Goethe, die Ornithologie und die Entomologie.
Aus dem Inhalt: Mikroskopie: Eine neue Welt wird sichtbar - Samentierchen, Urzeugung, Präformation, Epigenese - René Descartes: Der Körper als Maschine - Lazzaro Spallanzani: Die Ursprünge der experimentellen Biologie - Regenerationsfähigkeit bei Tieren - Versuche zu Pflanzenhybriden - Physikotheologie: Die Natur als Schöpfung Gottes - Buffons Naturgeschichte - Linnés künstliches Sexualsystem und die binäre Nomenklatur: Die Haller-Wolff-Debatte - Hallers Lehre von der Irritabilität und Sensibilität - Die Galvani-Volta-Kontroverse über die tierische Elektrizität - Goethes Begründung der Morphologie und seine Farbenlehre.