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Lotharingien 10.-12. Jahrhundert.- Gelenkte Teilung oder innere Aufspaltung?

Gelenkte Teilung oder innere Aufspaltung?

Rüdiger E. Barth

Anhand der Interpretation der Titulaturen der lotharingischen Führungspersönlichkeiten setzt der Autor mittels Analysierung zahlreicher Quellentexte seine 1990 erschienene These fort, daß Lotharingien im 10. Jahrhundert nicht geteilt wurde. Im zweiten Teil lokalisiert er systematisch rund vierhundert lotharingische Befestigungsbauten. Er befaßt sich eingehend mit ihrer militärisch-strategischen, verkehrspolitischen und handelswirtschaftlichen Bedeutung und ihren Auswirkungen auf die Bildung neuer, die Einheit Lotharingiens aufspaltender Machtzentren. Die beigefügte Kartographie dieser Befestigungsbauten gibt ein besonders eindrucksvolles Bild dieses neuen weltlichen und episkopalen Herrschaftsgerüsts. Eine derart umfassende Darstellung des lotharingischen Burgenbaus in diesem Zeitabschnitt dürfte wohl in der Historiographie erstmalig sein.
Aus dem Inhalt: Fortsetzung der These: Keine Teilung «von oben» - Zahlreiche Analysen von Originalquellen - Lokalisierung von rund vierhundert Burgen und ihre Bedeutung für den lotharingischen Strukturwandel und die Bildung neuer weltlicher und episkopaler Machtzentren - Erstmalige umfassende Darstellung der lotharingischen Burgenpolitik, ergänzt durch eine eindrucksvolle Kartographie.