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Der Tod in der Literatur der Jahrhundertwende

Der Wandel der Todesthematik in den Werken Arthur Schnitzlers, Thomas Manns und Rainer Maria Rilkes

Katja Grote

Der Tod ist ein existezielles Urphänomen. Er begrenzt alles Leben und bestimmt es gerade dadurch entscheidend mit. Vor allem in Perioden geschichtlicher Veränderungen - wie auch der Jahrhundertwende - zeigt sich in der Literatur eine starke Auseinandersetzung mit dem Tod und mit dem Umgang mit ihm. Interessanterweise spiegelt sich der Wandel der Sepukralformen um 1900, der bis zu einer Tabuisierung des Todes im gesellschaftlichen Alltag führte, auch im Wandel der Erzähltechnik und der Form eines literarischen Werkes wider. Der Frage, in welcher Weise sich die Art des Erzählens auch in der neuen Todeseinstellung reflektiert, wird durch die Analyse von Werken Schnitzlers, Thomas Manns und Rilkes nachgegegangen. Aufgrund dieser Analyse eröffnen sich neue Zusammenhänge zwischen den untersuchten Texten und Antworten auf die Frage, ob und wie sich die veränderten, «modernen» Todeserfahrungen literarisch kompensieren lassen.
Aus dem Inhalt: «Jahrhundertwende», die Phase der neuen Lebens- und Todeserfahrungen - Die Todesthematik in ihren literarischen Umsetzungen und unter mentalitätsgeschichtlichem Blickwinkel - Schnitzler: Der Andere, Sterben - Thomas Mann: Die Buddenbrooks - Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge - Ausblick: der Tod in der Literatur des 20. Jahrhunderts.