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Studien zu Dependenz, Valenz und Satzmodell

Teil II: Untersuchung anhand eines Luther-Textes

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Jarmo Korhonen

In diesem zweiten Teil des Projekts zu Dependenz, Valenz und Satzmodell wird eine praktische Textanalyse geleistet, wobei als theoretische Grundlagen Erkenntnisse des ersten Teils verwendet werden. Der Anwendungsbereich des in Teil I entwickelten Beschreibungssystems ist die frühneuhochdeutsche Syntax, die in dependenzieller Hinsicht bisher kaum untersucht worden ist. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die Arbeit besonders darauf, verschiedene Möglichkeiten der Erfassung der Abhängikeitsbeziehungen von Sätzen am Beispiel frühneuhochdeutschen Sprachmaterials vorzulegen und konkrete Forschungsergebnisse deskriptiv darzustellen.
Die Anwendung der theoretischen Erkenntnisse der neueren Linguistik auf einen historischen Sprachzustand ist schon als grundsätzliche Problemstellung bekannt, bei der Durchführung des Projekts hat sich aber auch gezeigt, dass sich ein solches Verfahren auf die Beschreibungsfähigkeit einer modernen linguistischen Theorie positiv auswirkt. Dadurch kann vor allem der Geltungsbereich der Theorie ausgedehnt werden; für Dependenz und Valenz ist das hier sowohl bei der Aufstellung von Satzmodellen als auch bei der Darlegung bestimmter Einzelfragen zum Ausdruck gekommen.
Aus dem Inhalt: Morphofunktionelle Satzmodelle - Valenzträger der morphofunktionellen Satzmodelle - Umgebung von Valenzträgern - Ersparung von Ergänzungen - Einzelprobleme - Satzgliedmodelle und Satzglieder.