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Poetik und Liebe. Studien zum liebeslyrischen Paradigmenwechsel, zur Petrarca- und zur Petrarkismus-Rezeption im «Raaber Liederbuch»

Zugleich ein Beitrag zur Geschichte protestantischer «Renaissancelyrik» in Österreich

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László Tomás Jónácsik

Beim «Raaber Liederbuch» handelt es sich um eine in Raab/Györ (Ungarn) aufbewahrte, anonyme handschriftliche Sammlung von Liebeslyrik, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts im bisher kaum erforschten literarischen Milieu des österreichischen protestantischen Adels entstand. Mit diesen rollenprogrammatischen und poetologischen Studien betritt der Verfasser interpretatorisches Neuland: Seine Untersuchungen zur 'protestantisierenden' Rezeption italienischer Liebeslyrik, von der das «Raaber Liederbuch» geprägt ist, vermitteln grundlegende Einsichten in eine bislang unbeachtet gebliebene literarische erotische Reflexionskultur.
Aus dem Inhalt: Rollenprogrammatische und poetologische Untersuchungen - Italianità und protestantische Adelskultur im 16. und 17. Jahrhundert in Österreich - Literarische erotische Reflexionskultur - 'Protestantisierung' - Deutsche und italienische (provenzalische, sizilianische) liebeslyrische Traditionen, Rezeption von 'Quattrocento-Petrarkismus' (Konzeptualismus) und Cinquecento-Lyrik/Petrarkismus - Liebeslyrische Fiktionalität und Gattungsvielfalt - Intertextualität, imitatio/aemulatio, literarische Kanonbildung - Bildlichkeitsstrategien, Sprichwort- und Zitatenverwendung, Rhetorik der Erotik.