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Ältere Menschen mit Sehbeeinträchtigung

Eine empirische Untersuchung zur Person-Umwelt-Transaktion

Hans-Werner Wahl

as bedeutet es, im fortgeschrittenen Lebensalter mit einer schweren und irreversiblen Sehbeeinträchtigung konfrontiert zu sein? Diese Arbeit gibt aus einer psychologischen Perspektive Antworten auf diese bislang in der Literatur kaum bearbeitete Fragestellung. Vorgelegt wird eine konzeptuelle und empirische Analyse, in der Sehbeeinträchtigung als krisenhafte Entwicklungsaufgabe und als signifikante Störung der Person-Umwelt-Transaktion verstanden wird. Die Ergebnisse zeigen zum einen, daß der Eintritt einer Sehbeeinträchtigung im höheren Lebensalter negative Konsequenzen auf der emotionalen und verhaltensbezogenen Ebene nach sich zieht und somit sicherlich den weiteren Verlauf des Alternsprozesses ungünstig beeinflußt. Auf der anderen Seite müssen Subgruppen von älteren Sehbeeinträchtigten unterschieden werden, die sich jeweils durch spezifische Person-Umwelt-Konstellationen charakterisieren lassen. Gerade hier ergeben sich auch wichtige Hinweise für Prävention, Intervention und Rehabilitation.
Aus dem Inhalt: Vorgelegt wird erstmals in Deutschland eine umfassende psychologisch-empirische Analyse der Lebenssituation von älteren sehbehinderten und blinden Menschen - Die Ergebnisse belegen die daraus resultierenden negativen Konsequenzen, aber auch die Kompetenz Älterer im Umgang mit Seheinbußen - Implikationen für die Prävention, Intervention und Rehabilitation werden herausgearbeitet.