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Tagebücher und Briefe. Bd. 3

1852-1854 Rom - Florenz - Pisa - Livorno - Genua - Venedig- Hrsg. und eingeleitet von Heinz Bluhm

Ottilie von Goethe

Die zweite grössere Abteilung der vorliegenden Tagebücher Ottilie von Goethes behandelt einen Zeitraum von etwas mehr als anderthalb Jahren, die Ottilie in Italien auf Reisen zubrachte. Die hier zum erstenmal zum Abdruck kommenden sieben Einzelhefte sind von aussergewöhnlichem Interesse. Das innerlich wie äusserlich bewegte Leben von Goethes ruheloser Schwiegertochter und die immer komplizierter werdende Existenz der goetheschen Enkel werden mit kaum etwas zu wünschen übriglassender Genauigkeit dargestellt. Zunehmende Kränklichkeit stört Ottilies wohl als Bildungsreise zu bezeichnender Italien-Aufenthalt beträchtlich. Die früheren Geliebten Charles Sterling, Charles des Voeux, Karl Kühne und andere sind unvergessen und tauchen in den Tagebüchern immer wieder auf. Die beruflich erfolglosen Söhne bedrücken die selber leidende Mutter von Tag zu Tag mehr. Der frühe Tod Almas ist auch nicht überwunden. Und nicht zuletzt macht das eigene Aelterwerden Ottilie schwer zu schaffen.