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Technik als gesellschaftliches Phänomen

Ein Vergleich von Ropohl und Luhmann im Hinblick auf die ökologische Fragestellung im Technikunterricht

Henning Tiedemann

Wie kann eine theoretische Grundlage für eine gesellschaftlich und ökologisch angemessene Technik-Didaktik entwickelt werden? Durch die Kombination von System-, Gesellschafts- und Techniktheorie läßt sich der Komplex Technisierung/ökologische Krise/Erziehung in einen konsistenten Zusammenhang bringen. Die Leitdifferenz Ropohl-Luhmann kennzeichnet den Argumentationsduktus der Untersuchung. Von Luhmann her wird z.B. die ökologische Gefährlichkeit gezeigt, die von der vernunftaufklärerischen Hybris technologischer Aufklärung à la Ropohl ausgeht. Für das Erziehungssystem stellt sich die Frage, welche individuellen Kompetenzen soziale, d.h. kommunikative Lösungen ökologischer Probleme begünstigen.
Aus dem Inhalt: Systemtheoretische Grundbegriffe - Technisierung als sozial notwendiger entlastender Sinnverzicht - Die ökologische Krise als Folge von gesellschaftlichen Übersteigerungen und Paradoxien - Kontingenz als verdrängte Konsequenz von Technik - Das reentry der ökologischen Differenz von System und Umwelt - Die funktionale Vergleichsmethodik, die mit multioptionalen Verhältnissen kompatibel ist - Die Interpenetration von Kommunikation und Bewußtsein.