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Die Lyrik Philipp von Zesens

Praxis und Theorie

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Josef Keller

Das wechselseitige Erhellen von lyrischer Praxis und poetologischer Theorie erlaubt, zahlreiche von der neueren Barockforschung gestellte Fragen für Zesen zu beantworten (Stilpluralismus, Bedeutung der Sprachphilosophie u.a.) und seine Lyrik zu deuten als Ergebnis eines organischen Ineinanders von formalistischer Übersteigerung der rhythmischen und klanglichen Qualitäten der Sprache und einer forcierten Affektion des eigenen Ichs wie des Lesers. Beide Aspekte werden schliesslich auf ihre literarhistorischen Wurzeln, Gueintz und Buchner einerseits, mystische und empfindsame Strömungen anderseits, zurückgeführt.
Aus dem Inhalt: Die dichterische Praxis - Die poetologische Theorie (U.a. Die Konzeption des «Helikons», Die Lehre vom Aptum, Die Sprachphilosophie) - Literarhistorische Herleitung und Einordnung (U.a. Mystische Strömungen, J.H. Schein und die Leipziger Schule).