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Die deutsche Vereinigung von außen gesehen

Angst, Bedenken und Erwartungen in der ausländischen Presse- Band II: Die Presse Dänemarks, der Niederlande, Belgiens, Luxemburgs, Österreichs, der Schweiz, Italiens, Portugals und Spaniens und jüdische Reaktionen

Ines Lehmann

Anlaß für diese Dokumentation ausländischer Pressemeinungen über die Vereinigung der beiden deutschen Staaten war der Umgang vieler westdeutscher Medien und zahlreicher Bonner Politiker mit den im Ausland von ehemaligen Gegnern und Opfern deutscher Politik während des Vereinigungsprozesses zum Ausdruck gebrachten Ängste und Bedenken: Sie wurden geleugnet und heruntergespielt oder sogar denunziert, indem Gründe und Schuld vor allem für die Ängste vorzugsweise bei den Ängstlichen selbst gesucht wurden. Gegen diese deutsche Abwehrhaltung steht jedoch einerseits die Würde und das Recht dieser Gegner und Opfer der verbrecherischen Politik des letzten einigen Deutschen (Dritten) Reichs - und das sind alle Nachbarländer, einschließlich der mittel- und osteuropäischen Völker, der Judenheit, Sinti und Roma usw. -, immer gehört zu werden, wenn sie Angst vor Deutschland und den Deutschen äußern. Andererseits verdanken auch die Deutschen selbst ihre Befreiung von diesem verbrecherischen Reich nur ausländischer Intervention und Hilfe (das gilt gleichermaßen für ihre spätere Reintegration in die internationale Völkergemeinschaft), so daß sie die Gedanken und Gefühle kennen sollten, die im Ausland an diesem wichtigsten Wendepunkt deutscher Politik und Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg - der Vereinigung - geäußert wurden.
Aus dem Inhalt: Während der erste Band dieser Dokumentation die Reaktionen der westlichen Siegermächte USA, Großbritanniens und Frankreichs zusammenstellte, dokumentiert dieser zweite Band die der Nachbar- und Partnerstaaten Dänemark, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Italien, Portugal, Spanien und - neben jüdischen Zeitungen in den USA, der Schweiz und der Bundesrepublik - Israel.