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Die Wunsch- und Erzählströme in Martin Walsers Kristlein-Trilogie

Nöte und Utopien des Mannes

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Georges Hartmeier

Traditionelle Männlichkeit ist nicht nur der Frau, sondern auch dem Mann frag-würdig geworden. Das äussert sich u.a. in politischen Bewegungen und in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen. In diesen gesellschaftlichen Zusammenhang stellt die vorliegende Arbeit Martin Walsers literarische Auseinandersetzung mit dem Mannsein. Sie erweist, dass Fiktion einerseits radikale Erkenntnisse über die Widersprüche männlicher Existenz ermöglicht, andererseits aber - wie Held Kristlein zeigt - als Fluchtmöglichkeit zum Arrangement mit dem Bestehenden verführen kann.
Aus dem Inhalt: Die Erstarrung des Mannes im Dilemma zwischen phallischem Turm und mütterlicher Höhle - Regredieren und Erzählen als Flucht vor dem Mannsein - Faszination und Bedrohung durch Frau und Natur - Der Mann in Bewegung.