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Amerikas Ideologie des Friedens

Ursprünge, Formverwandlungen und geschichtliche Auswirkungen des amerikanischen Glaubens an den Mythos von einer friedlichen Weltordnung

Kurt R. Spillmann

Die vorliegende Arbeit versucht einen Traditionsstrang der amerikanischen Geschichte bewusst zu machen, der trotz seiner fundamentalen Bedeutung in den Deutungen des Phänomens «Amerika» oft übersehen, nicht ernstgenommen oder missverstanden wird. Es ist unter Europäern verbreitet, von Amerikas «politischer Naivität», seiner «Geschichtslosigkeit» und seinem «Materialismus» als den prägenden Zügen zu sprechen. Hingegen wird der religiöse oder idealistische Einschlag in politischen Reden oder anderen Selbstdarstellungen als sentimental oder unecht empfunden. - Hier wird der Versuch unternommen, diesen Zug in seiner Entstehung, seinen Erscheinungsformen und seinen wichtigsten Auswirkungen in Innen- und Aussenpolitik im Laufe der dreieinhalb Jahrhunderte amerikanischer Geschichte zur Darstellung zu bringen.
Aus dem Inhalt: U.a. Zukunftsbezogenheit als nationales Charakteristikum - Europäische Amerikaprojektionen - Die Konkretisierung des Vollkommenheitsanspruchs - Friede und Konformität - Konservative Aspekte der Amerikanischen Revolution - Konformität und Gewalt - Konformität und Erziehung - Weltfriedenssicherung - Friedensideologie und nationale Mission - Kreuzzug für den Weltfrieden.