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Antonín Dvorák - Untersuchungen zur Formentwicklung in den drei ersten Symphonien

Matthias Irrgang

Obwohl einige seiner Werke, wie die Symphonie «Aus der Neuen Welt», das Cellokonzert oder das «amerikanische» Streichquartett, weltweit zu den beliebtesten Stücken ihrer Gattung zählen, gehört Antonín Dvorák zu den Unbekannten unter den großen Komponisten des letzten Jahrhunderts. Jenseits der populären Werke mit slawisch-folkloristischem Kolorit ist kaum etwas bekannt - selbst Fachwissenschaftlern ist oft nur ein winziger Ausschnitt von Dvoráks Schaffen geläufig. Die einseitige Bevorzugung dieser Werke führte nicht nur dazu daß der Blick für die außergewöhnliche Bandbreite seiner Stilistik verloren ging, sie führte vor allem dazu, daß Dvorák einseitig auf den «nationalen» Tonfall reduziert und festgelegt wurde. Da auch in Bezug auf sein symphonisches Schaffen bislang Pauschalurteile dominieren, wird in der vorliegenden Arbeit der Versuch unternommen, mit Hilfe der musikalischen Analyse die Werkindividualität der frühen Symphonien herauszuarbeiten. Erst vor diesem Hintergrund wird es möglich sein, alle Merkmale des Dvorákschen Personalstils zu erschließen.
Aus dem Inhalt: Dvoráks Ausbildung und das musikalische Umfeld in Prag - Beobachtungen zum symphonischen Repertoire - Analytische Untersuchung der ersten drei Symphonien vom «Sturm und Drang»-Jahr 1865 bis zum ersten Meisterwerk, der 3. Symphonie - Resumé und Ausblick auf die beiden folgenden Symphonien.