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Gebet aus dem Schweigen

Eine religionsphilosophische Untersuchung zur Gebetssprache

Judith Bassler-Schipperges

Grundlage dieser Untersuchung ist der Denkansatz des Freiburger Religionsphilosophen Bernhard Welte, der in der Tradition Negativer Theologie verwurzelt ist. Welte fragt nach der Bedingung heutiger religiöser Erfahrung. In der «Erfahrung des Nichts» zeigt sich ihm Gottesbegegnung, deren adäquater Ausdruck das Schweigen ist. Authentische Gebetssprache muß sich daher in der Spannung von Sprechen und Schweigen aufhalten. Sie muß sprechen wegen der Menschlichkeit der Religion und schweigen um der Geheimnishaftigkeit Gottes willen. Anhand des lateinisch-deutschen Tagesgebets des 5. Sonntags im Jahreskreis wird exemplarisch untersucht, wie Beten Gebet aus dem Schweigen sein kann und welche Einsichten in künftige Übersetzungen lateinischer Gebete miteingehen sollten.
Aus dem Inhalt: Sprachphilosophie - Sprachhandlung - Bernhard Weltes Bedenken des Nichts - Die Negative Theologie in der Patristik - Tagesgebet des 5. Sonntags im Jahreskreis (lat./dt.)