Show Less
Restricted access

Operationen und Regeln bei Wittgenstein

Vom logischen Raum zum Regelraum

Andrej Ule

Das Bild eines unversöhnlichen Gegensatzes von Tractatus und Philosophischen Untersuchungen wird oft zurückgeführt auf den scharfen Unterschied zwischen dem «starren» Begriff der logischen Operation und dem «weichen» und dynamischen Begriff des Regelfolgens. Die Analyse der philosophischen Entwicklung Wittgensteins zeigt, daß der traktarianische Begriff der Operation im Begriff des Regelfolgens aufgegriffen und transformiert wird. Das Vermögen des Operierens bzw. des Regelfolgens bleibt für Wittgenstein das grundlegende menschliche Vermögen, das den Gebrauch der Sprache und letztlich die gesamte Intentionalität menschlichen Denkens und Handelns ermöglicht.
Aus dem Inhalt: Operationen im Tractatus - Das Regelfolgen in syntaktischen Systemen - Das Regelfolgen ist weder ein psychischer noch ein kausaler Vorgang - Das Kripke-Wittgenstein-Paradoxon des Regelfolgens - Wie gelangen wir überhaupt zur Sprache?