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Historischer Roman und Realismus

Das Erzählwerk Thomas Deloneys

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Kurt-Michael Pätzold

Die vorliegende Arbeit verfolgt im wesentlichen zwei Ziele. Zum einen wird der Frage, inwieweit und in welcher Hinsicht die Romane Deloneys realistisch genannt zu werden verdienen, etwas näher nachgegangen, als dies bisher der Fall war. Dabei sollen vor allem zwei Ansätze benutzt werden. Einmal wird das Romanwerk Deloneys auf entscheidende formale Charakteristika durchforscht, die es mit dem realistischen Roman des 19. Jahrhunderts teilt. Andererseits wird auch unterstellt, dass eine gewisse Annäherung an die historisch-gesellschaftliche Wirklichkeit einem sprachlichen Kunstwerk etwas von dem verleiht, was der Literaturwissenschaftler mit «Realismus» bezeichnet.
Aus dem Inhalt: Die Stellung des dritten Standes im 16. Jahrhundert in England - Das neue Gesellschaftsbild Deloneys und seine Darstellung - Die Umdeutung ritterlicher Werte in Deloneys Romanen - Sozialer Aufstieg: Ideologie und Wirklichkeit in Deloneys Romanen - Aspekte der Charakterisierung - Die Szene in den Romanen Deloneys - Aspekte der Raumgestaltung - Aspekte der Zeitbehandlung - Rollen des Erzählers.