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G.A. Bürgers Ballade Lenore in England

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Evelyn B. Jolles

Die Rezeption von Bürger Ballade Lenore (1774) in England stellt sich dem literaturwissenschaftlichen Betrachter, allein von den äusseren Fakten her, als ein erstaunliches literarisches Phänomen dar. Das Gedicht liegt in dreissig verschiedenen englischen Übersetzungen vor, die über einen Zeitraum von annähernd hundert Jahren, von 1796-1892, publiziert wurden.
Es gibt wohl kein zweites deutsches Gedicht, das in England jemals eine vergleichbar grosse Anzahl von Bearbeitungen auf den Plan rief. Unter den Übersetzern finden sich Namen wie Walter Scott, W.R. Spencer, Henry James Pye (Poet laureate), D.G. Rossetti, William Whewell, Sir John Herschel. Die Übersetzungen konzentrieren sich im wesentlichen innerhalb zweier literarischer Epochen, der englischen Vorromantik und der frühen Viktorianischen Epoche. Bei der Untersuchung wird sinngemäss eine Trennung zwischen den Bearbeitungen des 18. und denen des 19. Jahrhunderts vorgenommen.
Aus dem Inhalt: Bürgers Lenore im Kontext der deutschen Literatur ihrer Epoche - Hintergründe für das Verständnis der Lenore in England - Die Art der Rezeption, wie sie in den Übersetzungen und Parodien widergespielt wird.