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Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Hansestadt Hamburg in den Jahren 1929 bis 1939

Werftarbeiter, Hafenarbeiter und Seeleute: Konformität, Opposition, Widerstand

Ludwig Eiber

Im Zentrum des Buches stehen die soziale Situation und das politische Verhalten des Kerns der Hamburger Arbeiterschaft, der Hafen- und Werftarbeiter sowie der Seeleute. Die Arbeiter verhielten sich 1933/34 eher abwartend, während die illegalen Organisationen der SPD und der KPD in den Betrieben durch Verfolgung dezimiert wurden. Von 1935/36 an wuchs die Unzufriedenheit der Hamburger Arbeiter. Das NS-Regime beraubte sie ihrer sozialen Rechte und Freiheiten und damit der Möglichkeit, soziale Verbesserungen durchzusetzen. Die Relation zwischen Leistung und Lohn verschlechterte sich, und die Hafenarbeiter waren zeitweise gar auf Unterstützung angewiesen. Die Hamburger Hafen- und Werftarbeiterschaft blieb «rot» und in ihrer Mehrheit gegenüber dem Regime oppositionell eingestellt. Ab 1935/36 kommt es zur Herausbildung einer «Arbeiteropposition» mit Kommunikationsstrukturen, deren Kristallisationskern meist Sozialdemokraten, Gewerkschafter oder Kommunisten sind. Ihre Aktivitäten bleiben auf den Betrieb begrenzt. Der Krieg, von dem viele oppositionelle Arbeiter den Sturz des Regimes erwarten, bringt diese Entwicklung zum Stillstand.
Aus dem Inhalt: Hamburg Anfang der Dreißiger Jahre – Soziale Verhältnisse der Arbeiterbewegung – Politische Strukturen Hamburgs und der Arbeiterbewegung – Werftarbeiter – Das Beispiel Blohm & Voss – Hafenarbeiter – Seeleute: soziale Verhältnisse – politisches Verhalten – Ausländische Rundfunksendungen und ihre Bedeutung für die antifaschistische Kommunikation.