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Kritische Gesellschaftstheorie und historische Praxis

Entwicklungen der Kritischen Theorie bei Max Horkheimer 1930-1942/43

Olaf Asbach

Das Theorie-Praxis-Verhältnis bildet ein zentrales Problem Kritischer Theorie, insofern sie nicht nur auf wissenschaftliche Wahrheit, sondern auch auf praktische Wirksamkeit abzielt. Die Studie verfolgt die Entwicklungsetappen der klassischen Phase der Kritischen Theorie anhand der Frage, wie Max Horkheimer jenem doppelten Anspruch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gerecht zu werden versucht. Einen Schwerpunkt bildet die Faschismuskontroverse im «Institut für Sozialforschung», in der Horkheimer entgegen der verbreiteten Ansicht eine eigenständige Position einnimmt. Sein Entwurf einer «Racket-Theorie der Herrschaft» analysiert die Grundstrukturen der zeitgenössischen Gesellschaften und die Bedingungen einer emanzipatorischen Praxis, die sich nicht wieder in das Kontinuum gesellschaftlicher Herrschaft verstrickt.
Aus dem Inhalt: Das Projekt materialistischer Sozialforschung und die Möglichkeiten praktischer Kritik (ab 1930) - Das Selbstverständnis als «kritische Theorie» (1937/38) - Die Faschismuskontroverse (1940/42) - Horkheimers Racket-Theorie - Zur Kritik des Marxismus - Kritische Theorie zwischen Immanenz und Transzendenz.