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Arithmetik und Geometrie in Raffaels Schule von Athen

Die geheimnisvolle Schlüsselrolle der Tafeln im Fresko für das Konzept harmonischer Komposition und der ungeahnte Bezug zum Athenatempel von Paestum

Hajo Lauenstein

Seit seiner Vollendung im Jahre 1509 hatte Raffaels Fresko Rätsel aufgegeben. Die Stern-Tafel war bis heute ein «Buch mit sieben Siegeln», das nun geöffnet wird. Von der Zahlenbedeutung des Wortes EPOGLOWN auf der Pythagoras-Tafel hat bisher niemand etwas geahnt - unter anderem steckt darin die gesamte Bemaßung des um 510 vor Christi gebauten Athenatempels in Paestum. Dieses und weitere Geheimnisse aus pythagoräischer Zeit werden hier gelüftet - z.B. auch das Rätsel um das Proportionsschema des «Kanon» von Polyklet. Raffaels Tafeln sind für die harmonische Bildkomposition der Schule von Athen das Programm - erstmalig wird das hier umfassend und schlüssig nachgewiesen.
Aus dem Inhalt: Inhaltliche Deutung der Raffaelschen Fresko-Tafeln - Pythagoräische Ursprünge der Harmonie- und Proportionslehre - Kanonisches Proportionsgefüge am Doryphoros und Athenatempel - Perspektivisches und harmonikales Konzept der Bildkomposition.