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Küstenmusik in Südarabien

Die Lieder und Tänze an den jemenitischen Küsten des Arabischen Meeres

Gabriele Braune

Die Arbeit ist Teil einer prospektiven Studie zur Erforschung und Darstellung arabischer Musikkulturen auf der Grundlage innerkulturell entstandener Kategorien. Danach läßt sich Musik grundsätzlich weder allein oder auch nur vorwiegend stilistisch oder melodietypologisch erfassen, noch in ihrem Ursprung länderspezifisch charakterisieren. Vielmehr kann der Wirkungskreis von Musik nach ihrer jeweiligen Funktion innerhalb bestimmter, sozial definierter Gruppen in bestimmten Zeitabschnitten und unter übergeordneten Gesellschaftssystemen erfaßt werden. Die arabische Küstenbevölkerung bildet eine solche Personengemeinschaft mit überregional ähnlichen Kulturmerkmalen. Ihr hervorragendes Charakteristikum ist eine spezifische Gruppenmusik, die nach den Funktionskategorien der Gemeinschaft systematisiert und rezipiert wird. Diese Musik wird in ihrem sozialen und regionalen Umfeld erfaßt, und sie wird musikalisch und literarisch dokumentiert.
Aus dem Inhalt: Die arabische Musik als Forschungsgegenstand der europäischen Musikwissenschaft (ab Ende des 18. Jahrhunderts bis 1997) - Die ersten Phonogramme und die Kommerzialisierung durch Schallplattenproduktionen - Quellen zur jemenitischen Musik und zur Seemusikforschung - Die Feldforschung - Spezifika einer Küstenkultur, ihre Umgebung, ihre Heiligen und Meeresgottheiten, ihre Musik (Arbeitslieder, Unterhaltungslieder mit stark sozialkritischer Tendenz, Tanzlieder) - Die arabischen Texte, Transkriptionen (200 Seiten).