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Verbrechen und Strafe

Ein Beitrag der ökonomischen Theorie zur Erklärung und Behandlung von Kriminalität

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Arno Lippert

Mit Hilfe des mikroökonomischen Instrumentariums wird im positiven Teil der Arbeit die Frage untersucht, ob und in welcher Weise das Strafrecht das Handeln des repräsentativen Individuums beeinflußt. Die Einbeziehung von informellen Sanktionen, Tatgelegenheiten und moralischen Präferenzen bietet dabei ein reicheres Bild der Delinquenzentscheidung, als es Ökonomen üblicherweise zugeschrieben wird. Dem normativen Teil der Arbeit liegt die Fragestellung einer wissenschaftlichen Beratung der Kriminalpolitik zugrunde. Es wird ein idealtypisches System von Effizienz- und Gerechtigkeitszielen zugrunde gelegt, dem durch Einsatz der kriminalpolitischen Mittel Verbrechensbegriff, Sanktionensystem sowie Strafverfolgung, -vollstreckung und -vollzug bestmöglich entsprochen werden soll. Mit diesem Ziel-Mittel-Denken werden die Anforderungen an einen rationalen Umgang mit dem Verbrechen formuliert.
Aus dem Inhalt: Empirische Grundlagen - Die individuelle Entscheidung für oder gegen das Begehen einer Straftat: Die Delinquenzentscheidung im statischen Zusammenhang; Die Delinquenzentscheidung im dynamischen Zusammenhang - Effizienz und Gerechtigkeit im Umgang mit dem Verbrechen: Strafrecht versus Schadenersatzrecht; Höhe versus Wahrscheinlichkeit der Strafe.