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Denkende Dichtung

Hermeneutik und Mantik zu Goethes "Faust I</I>

Andreas Kosir

Der vollständig neue Zeilenkommentar zu Goethes Faustdichtung bietet eine Erläuterung des Werkes diesseits christlicher Theologie. Mephistopheles zeigt sich als jene Hauptfigur der Unterwelt, die nicht moralisch verwerflich handelt, sondern allererst das Gedankenreich unter der Existenzoberfläche öffnet. Wie nachhaltig Goethes Religionsbegriff mehr einem archaischen Natur- und Totenglauben glich, soll eine Annäherung an Hegels Philosophie veranschaulichen. Weimar und Jena spürten, durchaus getrennt voneinander einherstrebend, im Milieu der preußischen Geistesbefreiung dem vereinenden Sinn von Aufklärung, Freimaurerlehre, weltlicher Anmut und möglicher Menschlichkeit nach.
Aus dem Inhalt: Geltung des klassischen Ideals nach der Moderne - Philosophie und Poesie: zwei Sprachen der Wahrheit - Methodenteilung der exegetischen Wissenschaft als Ende der hermeneutischen Verlegenheit - Lebenszeugnisse der Begegnung zwischen Goethe und Hegel - Forschungsrückblick zur Frage der Durchdringung von Denken und Dichten - Kommentar zu Goethes Faust I - Interpretation von Faust I aus dem Begriffshintergrund von Hegels Phänomenologie des Geistes.