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Das Erleben der Berufssituation bei älteren Arbeitnehmern

Ein Beitrag zur differentiellen Gerontologie

Gabriele Maier

Prognosen zur demographischen Entwicklung sowie vorliegende Arbeitsmarktszenarien weisen darauf hin, daß Unternehmen die Umsetzung technologischer und arbeitsorganisatorischer Innovationen künftig zunehmend mit Arbeitnehmern über 45 Jahren bewältigen müssen. Gerade «ältere Arbeitnehmer» gelten jedoch häufig allein aufgrund ihres Lebensalters als «personale Innovationshemmnisse». Die Arbeit untersucht, wie ältere Arbeitnehmer ihre Arbeitssituation in dem skizzierten Spannungsfeld bewerten und wie es ihnen gelingt, ihre berufliche Identität aufrechtzuerhalten. Die Ergebnisse bestätigen nicht die Annahme, wonach «ältere Arbeitnehmer» generell ihr berufliches Anspruchsniveau senken und die innere Kündigung antreten. Es konnte vielmehr gezeigt werden, daß der größere Teil der Befragten Veränderungen als eine wirkliche Herausforderung wahrnimmt und daß gerade die Erfahrung eigener Wirksamkeit und eigener Kompetenzen sowie eine vielseitige Arbeitstätigkeit die wesentlichen Voraussetzungen für ein positives Erleben der Berufssituation als älterer Arbeitnehmer bilden.
Aus dem Inhalt: Demographische Entwicklung und die Folgen für den Arbeitsmarkt - Altersgrenzen - Risiken älterer Arbeitnehmer - Leistungsfähigkeit - Ergebnisse zur Erwerbsbiographie und zur aktuellen beruflichen Situation, insbesondere zu den Aspekten: Berufseinstieg und weitere berufliche Entwicklung, Erleben der Arbeitstätigkeit, Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten, Fremdbild und Selbstbild als älterer Arbeitnehmer, Bedeutung der Berufstätigkeit, Gesundheitszustand, technische Veränderungen, Fort- und Weiterbildung, Arbeitszufriedenheit.