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Der Schreibstand der deutschsprachigen Urkunden und Stadtbucheintragungen Südböhmens aus vorhussitischer Zeit (1300-1419)

Hildegard Boková

Trotz des großen Aufschwungs bei der Erforschung der Prozesse, die im Hoch- und Spätmittelalter zur Herausbildung der deutschen Schriftsprache geführt haben, sind einige Randgebiete des deutschsprachigen Raumes noch nicht ausreichend bearbeitet. Südböhmen bietet dazu ein reiches diplomatisches Material, dessen Schreibstand hier für die Zeit von 1300-1419 untersucht wird. Neben dialektal-mittelbairischen und neutral-bairischen Schreibformen treten vereinzelt auch mitteldeutsche Züge auf. Relativ dialektfrei sind Texte des Hochadels und der Städte, während beim Kleinadel und den Klöstern die Dialektmerkmale stärker hervortreten. Insgesamt gesehen fallen die südböhmischen Texte nicht aus dem Rahmen eines breiteren böhmisch-mährisch-österreichischen Usus heraus.
Aus dem Inhalt: Deutsch im mittelalterlichen Südböhmen - Urkunden des Hochadels, des Kleinadels, der Klöster, der Städte - Bairische und mitteldeutsche Schreibbesonderheiten - Stellung Südböhmens im Prozeß der Herausbildung der deutschen Schriftsprache.