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Olivier Flournoy- Der Übergang

Eine Art, seine Psychoanalyse zu beenden

Hubert Bauer

Olivier Flournoy beschreibt eine Weise, auf die man seine Psychoanalyse beenden kann. Sein Buch handelt vom Ablauf und Ende der Dynamik, die während der Zeit der Analyse im Spannungsfeld vom Übergehen zur Tat (Agieren), von der im übertragenen Sinn übertragenden Beziehung zwischen Analysand und Analytiker (Übertragung, Gegenübertragung, Zwischenübertragung) und von der Auflösung dieser Beziehung (Übergang) ihre Wirksamkeit entfaltet. Es handelt also nicht nur vom Ende einer Analyse, sondern von der Psychoanalyse schlechthin. Beendet jemand seine Analyse, so ist das, wie Olivier Flournoy zeigt, kein Trauerfall, sondern hat eher etwas mit einem Fest zu tun, mit dem der befreiende Abschied von drückender seelischer Last gefeiert werden kann.
Aus dem Inhalt: Wesen, Zeit und Beendigung der Psychoanalyse - Trieb und Übertragungsschicksale - Über Intersubjektivität und den mangelnden Dritten - Vom Übergehen zur Tat (Agieren) und dem Akt des Übergangs in und bei Beendigung einer Psychoanalyse - Vom Übergang und seiner Wahrscheinlichkeit - Übergang und Lebens- und Todestrieb - Schicksal der Kindheitsamnesie und Zeitlichkeit - Übergang und «Lehranalyse» - Wahlmöglichkeit und Überraschung, Schweigen und Stille in der Beziehung der beiden Analysierenden - Übertragung, Gegenübertragung und Zwischenübertragung und deren Ende: Anerkennung? Dank? Abschiedsfest? Und nachher?