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Aufklärung anstelle von Andacht

Kulturwissenschaftliche Dimensionen bildender Kunst- Vorträge im Rahmen der Stiftungsgastprofessur «Wissenschaft und Gesellschaft» an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Klaus Herding

Im Rahmen des gegenwärtigen Diskurses über die Neubestimmung der Kulturwissenschaften fragen sechs international bekannte Autorinnen und Autoren, wieweit Kunstwerke auf die gegenwärtige Gesellschaft einwirken und diese bewegen oder auch aufklären können. Während heute vielfach wieder eine unreflektierte Andachtshaltung vorherrscht, wird hier das Modell bloßer Verehrung für Kunst in Frage gestellt und zugleich einer freieren emotionalen Zuwendung der Weg geebnet. An unterschiedlichen Gegenständen werden grundsätzliche Positionen gegenwärtiger Kunstwissenschaft erprobt. Sie alle verbindet das Ziel, aufklärend wirken zu wollen und zugleich den Blick nach innen, auf die Selbsterfahrung des Künstlers, zu lenken.
Aus dem Inhalt: Kurt W. Forster: Die Hegemonie der Historie. Amerikanische Architektur der 60er Jahre - Monika Wagner: Meditationsorte zwischen den Tempeln des Kapitals. Gestaltung neuer urbaner Räume - Ivan Nagel: Goyas nackte und bekleidete Maja. Der Künstler als Kuppler - Timothy J. Clark: Cézannes Grandes Baigneuses. Auf der Suche nach einer Sprache für die Meisterwerke der Moderne - Monika Steinhauser: «La lumière de l'image». Zur surrealistischen Diskussion des Bildbegriffs - Hubert Damisch: Piero della Francescas Madonna del Parto: Die Konstruktion einer Kindheitserinnerung.