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Erich Kahler - Ein Uomo Universale des zwanzigsten Jahrhunderts, seine Begegnungen mit bedeutenden Zeitgenossen

Vom Georgekreis, Max Weber bis Hermann Broch und Thomas Mann

Annie Kiel

Dieses Werk ist die erste Monographie über den österreichischen Historiker und Kulturphilosophen Erich Kahler (1885-1970). Eine enge Freundschaft verband ihn sowohl mit Gundolf wie mit Hermann Broch und Thomas Mann. Während er die Verabsolutierung der grossen Persönlichkeit im Sinne des Georgekreises ablehnt, zeigt sich die positive Wirkung Georges in den literaturgeschichtlichen Essays und in den Interpretationen und Übersetzungen moderner Lyrik. Der Einfluss Max Webers in Kahlers Geschichtswerk «Der deutsche Charakter in der Geschichte Europas» ist nachzuweisen. Ein interessanter Gesichtspunkt, den die Verfasserin ihrem Werke zugrunde legt, ist die infolge des Zerfalls der Zentralwerte eingetretene Ambivalenz der Sprache. In den Kapiteln über Hermann Broch und Thomas Mann ergeben sich durch das vergleichende Verfahren von der bisherigen Forschung noch nicht berücksichtigte Gesichtspunkte. Ein Kapitel wurde Kahlers Verhältnis zu Wilhelm Dilthey, Georg Simmel, Max Scheler gewidmet.