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Bildung hat (k)ein Geschlecht

Über erzogene und erziehende Frauen

Katharine Ruf

Als Mädchen geboren und erzogen zu werden bedeutete, sich bescheiden dem Willen und der Vorstellung des Mannes unterzuordnen; Allgemeinbildung bezog sich auf den Mann als Norm, die Mädchen und Frauen erhielten im Verhältnis dazu eine defizitäre und komplementäre «Sonderbildung». Es gab aber auch immer Frauen, die ihr Recht auf Bildung und Mündigkeit als Mensch und Person verwirklichen wollten. Diese Pionierinnen im Kampf um Selbstverwirklichung waren zwar zahlreich, sind aber bis heute kaum bekannt. Das Buch gibt einen exemplarischen Überblick über wichtige Stationen und Personen im Kampf der Frauen um ihr Recht auf Bildung und Beruf. Die Beiträge dokumentieren Einsatz und Leistungen von Frauen im Erziehungs-, Bildungs- und Sozialbereich.
Aus dem Inhalt: Geschlechter- und Bildungstheorien der Aufklärungszeit und Romantik - Gleichheitsforderungen - Mütterlichkeitskonzepte - Ordens-, Schul- und Hochschulgründungen - (Pädagogische) Aktivitäten der gemäßigten und radikalen Frauenvereine - Reformpädagogische Bestrebungen - Musik-, Tanz- und Theaterpädagogik - Konstituierung und Problematik von Frauenberufen - Die besondere Situation von Jüdinnen und Sozialistinnen - Das aktuelle Projekt einer feministischen Mädchenschule.