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Kreuzwege

Transformationen des Mythischen in der Literatur

Dietmar Jacobsen

Die Faszination durch Mythen scheint eine Grundkonstante ästhetischen Schaffens zu sein. Zu allen Zeiten haben Texte auf ein Potential zurückgegriffen, das unerschöpfbar in vielerlei Hinsicht ist. Vorliegende Fallstudien nähern sich, methodisch different ansetzend, der Frage, was Autoren bewogen hat und bewegt, mit und an Mythen zu arbeiten. Die Antworten fallen unterschiedlich aus, unterstreichen aber in ihrer Gesamtheit die ungebrochene Tauglichkeit des Mythos zum Ausdruck existentieller Erfahrungen, Sehnsüchte und Wünsche.
Aus dem Inhalt: Dietrich Grohnert: «Ich habe mich nämlich, mit aller Gewalt und allem Vermögen, nach dem Orient geworfen...» Goethe und der Mythos Islam. Spurensuche auf einem Nebenweg der deutschen Literatur - Diethard Heinze: Entfesselte Gefangenschaft. Prometheus im 20. Jahrhundert - Fred Lönker: Das Ende der Deutungen. Zu Christoph Ransmayrs Roman Die letzte Welt - Joanna Jablkowska: Die nicht mehr erhabenen Untergangsmythen - Dietmar Jacobsen: Nacherzählen - Neuerzählen - Umerzählen. Aspekte des Umgangs mit der Sintflutgeschichte in der deutschen Gegenwartsliteratur - Altrud Dumont: Faust - ein Urenkel Hiobs. Zum Verhältnis von Transformation und Abstoßung - Zygmunt Mielczarek: Präsenzformen des Mythischen in der Deutschschweizer Literatur - Ewa Kupiak/Dietmar Jacobsen: Die «Entbindungsmacht der Weltstadt». Zur Mythisierung von Paris bei Paul Nizon - Jatti Enklaar: Venedig in der Literatur. Der romantische Mythos von Tod und Leben.