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Geburtshilfe als Sterbehilfe?

Zur Behandlungsentscheidung bei schwerstgeschädigten Neugeborenen und Frühgeborenen- Medizinisch-empirische, juristische, sozialpsychologische und philosophische Grundlagen, ethische Beurteilung und Folgerungen, unter besonderer Berücksichtigung der In

Mirjam Zimmermann

Die großen Errungenschaften der modernen Medizin führen in der Geburtshilfe und der Neonatologie nicht selten zu ethischen Konflikten. Muß jedes schwerstgeschädigte Neugeborene, jedes noch so kleine Frühgeborene intensivmedizinisch behandelt werden? In deutschen Kinderkliniken wird selektiv behandelt. Wer darf darüber entscheiden, nach welchen Kriterien? Müssen auch sogenannte Spätabbrüche behandelt werden? Ist es ethisch gerechtfertigt, sterbende Kinder zu töten? In kompendienhafter Weise wird das Problemfeld der Behandlungsentscheidung interdisziplinär untersucht.
Aus dem Inhalt: Ethische Grundfragen - Zum Begriff «schwerste Behinderung» - Überblick über die Infantizidpraxis in der Geschichte - Empirische Untersuchung zur Behandlungspraxis an deutschen Kinderkliniken - Medizinische, rechtliche, psychologische und gesellschaftliche Situation - Abgrenzung zum Schwangerschaftsabbruch aus embryopathischer Indikation - Analyse und Kritik verschiedener Verhaltensalternativen (maximale, selektive, minimale Behandlung/Infantizid) - Biblisch-theologische Orientierung - Ethische Beurteilung und Folgerungen für den praktischen und theoretischen Diskurs.