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Philologie im Wunderland

Medienkultur im Deutschunterricht

Ralph Köhnen

Daß das Schreibwerkzeug mitarbeitet an unseren Gedanken, ist eine Einsicht, die seit Nietzsches Erfahrungen mit der Schreibmaschine virulent ist und nunmehr im digitalisierten Umgang mit Texten spürbar wird. Es geht also um mehr als nur um einen - möglichen - Wechsel des Leitmediums: um Wahrnehmung unter veränderten technischen Bedingungen, um ein verändertes Textverständnis bzw. veränderte «Sinnerfahrung» oder um ein simultaneous engineering von Autor und Leser. Die erste Hälfte des Bandes umfaßt diesbezügliche theoretische Grundlegungen. In der zweiten Hälfte wird die Brauchbarkeit von Medien im Deutschunterricht reflektiert, und es werden speziell die neuen Möglichkeiten elektronischer Textverarbeitung erläutert bzw. an Beispielen dargestellt.
Aus dem Inhalt: Ralph Köhnen: Vorwort/Eine polymorphe Lust am Text - Georg Stanitzek: Fama/Musenkette. Zwei klassische Probleme 'der' Literaturwissenschaft mit den Medien - Markus Steinmayr: Fröhliche Medienwissenschaft - Philologie in der Dämmerung der Gutenberg-Galaxis - Lennart Koch: Das Medium ist die Wahrnehmung. Zum Beispiel Kafka - Roland Heinmüller: Kommunikation in der VR-Gesellschaft - Jörg Wagner: Textrezeption und Textproduktion im WorldWideWeb. Überlegungen zum Nutzen des Internets im Deutschunterricht - Elin-Birgit Berndt: Verändert der Hypertext die Arbeit an Texten im Deutschunterricht? - Ulf Krumme/Udo Lakemper: Hypertext und Intertextualität im Unterricht - Andreas Borrmann: SchülerInnen als AutorInnen von Multimedia-Produkten. Veränderung des Deutschunterrichts bei der Nutzung moderner Kommunikationstechnologie - Rainer Gerdzen: Schüler/innen schreiben selbst ein Buch am Computer.