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Die «Wehrsportgruppe Hoffmann»: Darstellung, Analyse und Einordnung

Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen und europäischen Rechtsextremismus

Rainer Fromm

Die Wehrsportgruppe Hoffmann: Mit paramilitärischen Übungen im fränkischen Unterholz zog die Organisation hunderte von Jugendlichen an. Die Motivation zum Bürgerkriegstraining war unterschiedlich. Begeisterung für Militaria und Abenteuerlust waren ebenso Triebfedern wie neonazistische Ideologie zahlreicher Anhänger. Rechtsterroristen und Söldner sammelten in der Wehrsportgruppe Hoffmann ihre ersten Kampferfahrungen. Für Geheimdienste und Journalisten aus ganz Europa ein El Dorado. Hintergrundgespräche mit Sicherheitsbehörden, Pressekollegen, Zeitzeugen, aktiven Rechtsextremisten, und Aussteigern der rechten Szene geben nun ein weitgehend komplettes Bild über die Aktivität der bisher größten deutschen Wehrsportgruppe. So liefert die Arbeit erstmals einen systematischen Überblick über die Kontakte der WSG zu in- und ausländischen Rechtsextremisten. Verschwörungstheorien wie die Beteiligung Hoffmanns an den Attentatsvorbereitungen für Bologna werden widerlegt. Trotzdem zeigen Einzelschicksale, daß die Wehrsportgruppe Hoffmann als Durchlauferhitzer für Rechtsterroristen fungierte. Diese Gefahr geht auch von aktuellen Wehrsportgruppen aus.
Aus dem Inhalt: Die Wehrsportgruppe Hoffmann: Zwischen Pressemythos und realer Bedrohung für den Staat - Ideologie, Rekrutierungspraxis und Kontakte ins rechtsextreme Lager der bisher größten Wehrsportgruppe Deutschlands - Die Radikalisierung junger Rechtsextremisten und die Bedeutung sozialer Netze für die Szene - Finanzierung rechtsextremer Aktivitäten im Nachkriegsdeutschland - Wirkung von Organisationsverboten - Hobbysoldatentum und Terrorismus von rechts.