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Ibsen im europäischen Spannungsfeld zwischen Naturalismus und Symbolismus

Kongreßakten der 8. Internationalen Ibsen-Konferenz, Gossensaß, 23.-28.6.1997

Maria Deppermann, Beate Burtscher-Bechter and Christiane Mühlegger

Dieser Band versammelt die Beiträge der rund 30 Vortragenden aus den unterschiedlichsten Ländern und Forschungsdisziplinen bei der 8. Internationalen Ibsen-Konferenz. Der Titel verweist auf die spannungsreiche literarische Situation des ausgehenden 19. Jahrhunderts in Europa. Neben einer Vielzahl parallel verlaufender Strömungen konkurrieren vor allem der tabusprengende Naturalismus und der stilistisch innovative Symbolismus. In Person und Werk Ibsens, der als Wegbereiter des modernen Dramas des 20. Jahrhunderts gilt, finden wir diese widerstreitenden Tendenzen vereint. Die insgesamt sieben Sektionen sollen das Phänomen Ibsen unter einem komparatistisch-interdisziplinären Aspekt erhellen und so seine Bedeutung nicht nur für Literatur und Drama, sondern auch für die anderen Künste herausstreichen. Der Band stellt somit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur internationalen Ibsenforschung, sondern vor allem auch zur Vergleichenden Literaturwissenschaft dar.
Der Band enthält Beiträge in deutscher und englischer Sprache.
Aus dem Inhalt: Günther Ennemoser: Henrik Ibsen und Gossensaß - Maria Deppermann: Theater als Kultursymbol - Lise-Lone Marker / Frederick J. Marker: Ibsen and the New Stagecraft - Laura Caretti: Rosmer's House of Shadows: Craig's Designs for Eleonora Duse - Joan Templeton: Antoine versus Lugné-Poe: The Battle for Ibsen on the French Stage - Merete Kjøller: Peer Gynt on the Italian Stage (1928-1996) - Andrey Yuriev: «Tegen imod Tegn» as a Paradox of Genre: A Mystery Play Tradition in Ibsen's Kejser og Gallilaeer - Sybille-Karin Moser: The Woman as the Focus of Norwegian Painting in Modern Times. Attempts at Transcending Traditional Art Analysis and Interpretation - Astrid Saether: The Significance of «Place» in the Age of Decadence. A Reading of three Plays by Henrik Ibsen - Maria Brunner: Fassbinders Welttheater in Nora Helmer (1973) als Zeit-Bild - John Orr: Ibsen in the Cinema and Theatre of Ingmar Bergman - Helge Rønning: Dr. Ibsen goes to Hollywood. Reflections on the Intersection between Ibsen's Dramatic Art and the Moving Image - Egil Törnqvist: Screening Hedda Gabler - Fritz Paul: Familie als Fatum. Ibsens Rosmersholm - eine untragische Tragödie? - Heinrich Detering: «Es geschieht»: Nietzsche, Ibsen, Strindberg und das Drama der Abstraktion - Victor Castellani: Ibsen and the Return of Myth: When We Dead Awaken - Lutz Rühling: Ibsen und das Unheimliche - Ning Wang: Postmodernizing Ibsen: Toward a New Interpretation of the Fin-de-Siècle - Raminta Gamziukaite-Maziuliene: Kaiser Julian in der Sicht von Dmitrij Merezkovskij und Henrik Ibsen - Hans-Joachim Müller: Der Werdegang Emile Zolas vom Positivismus zu Impressionismus, Naturalismus und Symbolismus - Moritz Bassler: Auf dem Zwischenplane - Gespenster bei Ibsen, Rilke und Breton - Aleksej J. Zerebin: Zum russischen Bild Henrik Ibsens - Thomas Van Laan: Ibsen's Transformations in the Aristotelian Tragic Pattern of Action in The Wild Duck and The Master Builder - Theoharis Constantine Theoharis: Catharsis, Ancient and Modern in The Master Builder - William Mishler: Mimesis and Sacrifice in Ibsen's Love's Comedy - Vigdis Ystad: Ibsen and Anagnorisis - Ane Hoel: The Provocative Pregnancy in Hedda Gabler - Siegfried Mauser: Die Peer Gynt-Oper von Werner Egk - Theo Hirsbrunner: Das französische Musiktheater um 1900: Zwischen Naturalismus und Symbolismus - Gottfried Franz Kasparek: Ibsen und die Musik. Der Einsatz von Musik in Ibsens Dramen, mit Seitenblicken auf Vertonungen - Oswald Panagl: Die Schauspielmusiken zu Henrik Ibsens Das Fest auf Solhaug und Peer Gynt - Peter Breuer: Peer Gynt als integriertes Tanztheater - Dominique Mentha / Anton Ruppert: Baumeister Solness als zeitgenössische Oper (Produktion des Tiroler Landestheaters).