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Fraktur oder Antiqua

Der Schriftstreit von 1881 bis 1941

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Silvia Hartmannn and Silvia Hartmannn

Im 16. Jahrhundert bildete sich im deutschsprachigen Raum ein paralleles Auftreten der beiden Schriftarten Antiqua und Fraktur heraus. Aus dieser Zweischriftigkeit entwickelte sich frühzeitig eine Auseinandersetzung um die Frage, welche der beiden Schriftformen für deutschsprachige Texte zu verwenden sei. Der sogenannte Schriftstreit wurde erst im Jahr 1941 mit dem Verbot der Fraktur durch die Nationalsozialisten beendet. In dieser Arbeit wird die Geschichte des Schriftkampfes im Zeitraum von 1881 bis 1941 dargestellt. Im Mittelpunkt der Ausführungen stehen hierbei der Schriftverein «Bund für deutsche Schrift» (1918 bis 1941) sowie die nationalsozialistische Schriftpolitik im Dritten Reich. Es erfolgt eine erstmalige Auswertung von Dokumenten aus dem Archiv des «Bundes für deutsche Schrift» sowie von Dokumenten aus den Aktenbeständen des NS-Staates. Auf der Basis dieses Quellenmaterials werden die Argumente und die Motive sowohl der Frakturanhänger als auch der Antiquabefürworter herausgearbeitet. Sie verdeutlichen den ideologischen und politischen Hintergrund der Auseinandersetzungen.
Aus dem Inhalt: Die Entstehung und Entwicklung des Schriftstreits im deutschen Sprachraum bis 1918 - Die Geschichte des Schriftvereins «Bund für deutsche Schrift» von 1918 bis 1941 - Die Schriftpolitik der nationalsozialistischen Machthaber im Dritten Reich.