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Studien zum Wirtshaus in der deutschen Literatur

Bettina Kaemena

Die Zielsetzung der Arbeit liegt darin, anhand der Fülle des ein Jahrtausend umfassenden Materials festzustellen, wie das Wirtshaus in den Literaturgattungen und Epochen thematisiert wurde. So weist in der Zeit des Barock sprachliche Bildhaftigkeit auf das Motiv der Todsünden hin. Vergleichsweise werden Motive aus der Malerei untersucht. Mit dem Beginn der Neuzeit ging die theozentrische Ausrichtung des mittelalterlichen Weltbildes zugunsten einer Individualisierung verloren. Das Wirtshaus eignet sich auch als Modell für größere Gebilde wie Staat oder Kirche, so daß es zur Metapher für die gesamte Gesellschaft wird. Im Ergebnis läßt sich feststellen, daß das Wirtshaus vielfach zum Symbol erhoben wurde. Wesentliche Stücke der deutschen Literatur sind ohne das Wirtshaus nicht denkbar, was in der Arbeit nachgewiesen wird.
Aus dem Inhalt: Motivgeschichtliche Überlegungen - Zur Etymologie: Wirtshaus, Herberge, Gast - Religiöse Ursprünge - Vorbarocke Literatur - Die Zeit des Barock - Das Zeitalter der Aufklärung zwischen Tradition und Moderne - Das doppelte Gesicht des Wirtshauses - Das Wirtshaus auf dem Weg in die Moderne - Die Reduktion der Gesellschaft auf das Individuum?