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Literaturästhetik versus Tagespolitik

Zur Rezeption und Funktion der deutschsprachigen Literatur in Polen in der Zwischenkriegszeit (1918-1939)

Roman Dziergwa

In dieser Arbeit werden die kreative Rezeption der deutschsprachigen Literatur durch führende polnische Autoren und Literaturkritiker der Zwischenkriegszeit sowie die höchst unterschiedlichen Motivationen und Funktionen der Literaturaneignung (von den ästhetisch-ethischen bis hin zu den politischen) nachgewiesen und untersucht. Das vorhandene Rezeptionsmaterial wird wirkungsgeschichtlich strukturiert und nach bestimmten thematischen Schwerpunkten (Rezeptionsbereichen) geordnet. Ein besonderes Kapitel beschäftigt sich mit der bis jetzt wenig erforschten literaturkritischen und translatorischen Tätigkeit der drei bedeutendsten Vermittler zwischen der deutschen und polnischen Literatur im Zwischenkriegspolen. Im Anhang werden fünf (davon zwei bislang unbekannte) Interviews Thomas Manns für die polnische Presse zum ersten Mal in deutscher Sprache abgedruckt.
Aus dem Inhalt: Polen und Deutschland in der internationalen Politik der Zwischenkriegszeit - Reisen und Besuche deutschsprachiger Schriftsteller in Polen - Der Warschauer Besuch von Thomas Mann (1927) - Literarische Freundschaften - Exilland Polen - Führende polnische Autoren und Literaturkritiker als kreative Rezipienten der deutschsprachigen Literatur - Rezeptionsbereiche - Karol Irzykowski als Literaturästhetiker und «Hebbelianer» - Die Vermittler.