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Klopstock

Die «Sprache des Herzens» neu entdeckt- Die Befreiung des Lesers aus seiner emotionalen Unmündigkeit- Idee und Wirklichkeit dichterischer Existenz um 1750

Helmut Pape

Die Untersuchung geht davon aus, daß die Vorstellung von Klopstock als dem seraphischen Sänger revisionsbedürftig ist. Es soll versucht werden, Aspekte eines komplexeren Bildes des jungen Klopstock zu entwickeln. Der Absolutheitsanspruch des Dichters und seines Werkes erfordert eine ganzheitliche Erörterung seiner künstlerischen und realen Existenz. Das gilt besonders für den Kampf des mittellosen Autors um materielle Unterstützung, um die Wahrung seiner Freiheit und Authentizität als Pensionär eines königlichen Mäzens. An verschiedenen Texten wird gezeigt, wie eindringlich und zugleich befreiend Klopstocks Sprachkunst auf die Menschen seiner Zeit gewirkt hat und wie sich daraus eine neue Auffassung vom Beruf des Dichters und vom Wesen seines Publikums entwickelt hat.
Aus dem Inhalt: Konzeption des Messias - Klopstocks unbürgerliche Existenz - Oden der Freundschaft, der Liebe und der Verzweiflung - Die Lesergemeinde - Fanny - Friederich II. von Preußen - Züricher Oden und freye Schweiz - Das unehrenhafte Honorar - Emigration - Friedrich V. von Dänemark: Wahrheit und Dichtung.