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Sprachkultur und Sprachgeschichte

Herausbildung und Förderung von Sprachbewußtsein und wissenschaftlicher Sprachpflege in Europa

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Jürgen Scharnhorst

Der Band geht der Frage nach, unter welchen politischen, sozialen, ökonomischen und insbesondere kulturellen Bedingungen sich in verschiedenen Ländern Europas zu unterschiedlichen Zeiten Sprachbewußtsein entwickeln konnte und wie die Bemühungen um Sprachpflege in einer bestimmten Sprachsituation gefördert oder auch behindert wurden. Folgende Sprachen werden in historisch orientierten Überblicksdarstellungen behandelt: Mittellateinisch, Französisch, Deutsch, Englisch, Altisländisch, Schwedisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch und Neugriechisch. Ein spezieller Beitrag deckt die gesellschaftlichen Gründe für die Entwicklung des Sprachbewußtseins am Beginn der europäischen Neuzeit auf. Den Abschluß bildet ein Podiumsgespräch «Aufgaben der Sprachkultur in der Bundesrepublik Deutschland». Also: Sprachgeschichte mit Blick auf die Zukunft.
Aus dem Inhalt: Sprachbewußtsein am Beginn der europäischen Neuzeit – Sprachkultur und Sprachgeschichte in Deutschland, Österreich, Frankreich, Alt-Island, Schweden, Rußland, Böhmen, in der Tschechoslowakei, in Polen, Ungarn, Griechenland – Sprachkritik vor und nach der Wende 1989 – Die nationalen Varietäten des Englischen – Funktionen des Mittellateinischen – Epilog: «Aufgaben der Sprachkultur in der Bundesrepublik Deutschland».