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Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde

Eine Studie zu psychosozialen Aspekten ungewollter Kinderlosigkeit

Tewes Wischmann

In dieser Studie wurden über 500 ungewollt kinderlose Paare mit psychologischen Fragebögen untersucht. Ein abgestuftes psychologisches Betreuungsangebot wurde evaluiert. Ergebnisse: ungewollt kinderlose Paare sind aus psychologischer Sicht weitgehend unauffällig, auch Paare mit medizinisch ungeklärter Fertilitätsstörung. Der entlastende Effekt von Beratung und insbesondere von fokaler Paartherapie konnte nachgewiesen werden. Fakultative psychologische Beratung sollte in die Reproduktionsmedizin integriert werden. Für vulnerable Paare mit früheren Belastungen ist sie als notwendig anzusehen. Die Ergebnisse dieser Studie führen aus psychologischer Sicht zu einer Entpathologisierung ungewollter Kinderlosigkeit.
Aus dem Inhalt: Eine empirische psychologische Studie zur Diagnostik und Beratung bzw. Psychotherapie bei Fertilitätsstörungen.