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30 Jahre «Justiz und NS-Verbrechen»

Die Aktualität einer Urteilssammlung

Ralf Reiter

Im Jahre 1968 erschien der erste Band der Urteilssammlung Justiz und NS-Verbrechen. Nach dreißig Jahren zeigt sich, daß der Inhalt der insgesamt 22 Bände nach wie vor seine Aktualität für die Forschung nicht eingebüßt hat, im Gegenteil. Die Monographie umfaßt zwei große Komplexe: zunächst eine vergleichende Untersuchung der Urteile nicht nur nach den Deliktsgruppen, sondern auch nach den vorjuristischen Erfassungen von NS-Verbrechen in den Urteilen. Darüber hinaus enthalten die Urteile eine Fülle von Material zu Einzelthemen, die immer noch von Bedeutung sind, wie die Gewaltverbrechen an Juden, an Fremdarbeitern und Kindern; die Besonderheiten von Frauen als Täterinnen etc. Der zweite Komplex liegt in der Verbindung der Urteilssammlung mit aktuellen Forschungsergebnissen zu den Schwerpunktthemen Euthanasie-Verbrechen im Dritten Reich, Schreibtischverbrechen, Justizverbrechen und Denunziationen.
Aus dem Inhalt: Zwölf Deliktsgruppen - NS-Verbrechen und totalitäre Herrschaft - Frauen und NS-Verbrechen - Euthanasie-Tötungen - NS-Schreibtischverbrechen - Justizverbrechen - Denunziationen.