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Quellen zur Aktienrechtsreform der Weimarer Republik (1926-1931)

Mit einem Vorwort von Peter Hommelhoff und Werner Schubert- Eingeleitet und herausgegeben von Werner Schubert

Werner Schubert

Die Aktienrechtsreform gehört zu den umfangreichsten Projekten des Reichsjustizministeriums auf zivilrechtlichem Gebiet während der Weimarer Zeit. Sie geht zurück auf die durch den Krieg und die Inflation ausgelösten Strukturänderungen in der Wirtschaft und auf Mißbräuche vielfältiger Art (Mehrstimm- und Vorratsaktien, Erwerb eigener Aktien durch die Gesellschaft, Depotstimmrecht der Banken, Bilanzpraktiken und unzureichende Publizität, Beeinträchtigung der Bezugsrechte der Aktionäre, Versuche zu einer indirekten und verschleierten Schaffung von «autorisiertem Kapital», Höhe der Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats). Das Werk enthält zusammen mit den wenigen im Buchhandel erschienenen Texten die wichtigsten unveröffentlicht gebliebenen und die nur als Manuskript gedruckten Quellen zur Aktienrechtsreform. Die Ergebnisse der Weimarer Aktienrechtsdiskussion haben nicht nur das Aktiengesetz von 1937, sondern in größtem Umfang auch das Aktiengesetz von 1965 stark beeinflußt. Die in den zwanziger Jahren entwickelten Fragestellungen zum Aktienrecht waren bahnbrechend für die Entwicklung des Aktienrechts und sind bis heute von unverminderter Aktualität.
Aus dem Inhalt: Protokolle der Kommission des Deutschen Juristentages zur Aktienrechtsreform (1926-1928) - Fragebogen des Reichsjustizministeriums - Antworten des Centralverbandes des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes, des Anwaltvereins, des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, des Deutschen Industrie- und Handelstages, der Gewerkschaften, der Handelsredakteure und der Bücherrevisoren - Bericht des Enqueteausschusses (1930) - Protokolle der Beratungen im Reichsjustizministerium (1930/31).